Was wir von Games für unsere Karriere lernen können

Dank der Videospiel-Industrie hat man wieder allen Grund nach einem stressigen Tag im Office ein paar Stunden vor der Konsole zu verdaddeln: Das Actiongame „Red Dead Redemption 2“ ist seit heute auf dem Markt. Aber weil das nicht das einzige Spiel ist, in das wir wertvolle Lebenszeit investieren – man bedenke, wie viel Zeit man allein am Game Boy mit „Super Mario“ verbracht hat – kommen hier ein paar Learnings, die wir von Videospielen in unseren Berufsalltag integrieren können.

#Red Dead Redemption

Zugegeben: Das Büro kann schon mal einer Stadt im Wilden Westen gleichen. Der am meisten gefürchtete Gauner im Saloon ist im Office-Leben der Chef. Da muss man zusammenhalten und mit seinen Kollegen eine Gang bilden – alles für den Widerstand. Im Prinzip muss man es wie die Hauptfigur Arthur Morgan machen. Man ist nicht verpflichtet, seinen Büronachbarn unter die Arme zu greifen, wenn es Stress gibt, aber – wie im Spiel – zahlen sich Mühe und harte Arbeit aus. Ihr wisst schon: Crew Love is True Love. Anmerkung: Natürlich haben wir es noch nicht geschafft, „Red Dead Redemption 2“ komplett durchzuspielen, so hart sind wir dann game-technisch doch nicht unterwegs.

#Mario Kart

Eine Sache, die man auf jeden Fall von dem legendären Klassiker „Super Mario Kart“ lernen kann ist: Strategie. Grundsätzlich gelten Beschleunigung und Tempo als die wichtigsten Merkmale, weswegen man meinen müsste, dass Toad oder Peach von Vorteil wären – da klein und leicht. Allerdings täuscht man sich da gewaltig. Studien belegen, dass man mit Wario die beste Wahl trifft. Doch Vorsicht: Die Auswahl des Charakters allein reicht nicht, um die Kollegen im täglichen Office-Battle zu besiegen. Auch das Kart und die Reifen spielen da eine wichtige Rolle. Lerne also: Willst du beim nächsten Meeting mit deiner Keynote überzeugen, dann reicht deine charmante, smarte Art allein nicht aus. Die Präse muss effizient und on point sein, und die Folien in ihrem Design und ihrer Funktonalität überzeugen. Erst dann wirkt dein Chief auf dich aufmerksam und weiß, auf welches Kart er im nächsten Geschäfts-Quartal setzen muss.

#Tetris

Wenn man fast hypnotisch Spielsteine aufeinanderstapelt, kann man schon mal schnell in die Aufschieberitis rutschen. Aber das ist an sich kein Problem, denn auch prokrastinieren muss gelernt sein. Die Folge: Anfallende Arbeiten stapeln sich in irgendeiner Ecke. Learning: Am Ende kommt eh der eine lange Typ und schafft den ganzen aufgestauten Scheiß weg. Danke, anonymer langer Typ!

 

#Grand Theft Auto-GTA

Mal ehrlich: Niemand hat doch GTA allen ernstes von vorne bis hinten durchgezockt, um alle Missionen zu erfüllen. Stattdessen hat man schön sämtliche Cheatcodes angewendet, für sich selbst den Anarchie-Zustand erklärt und so lange Chaos gestiftet, bis man sich eine spektakuläre Verfolgungsjagd mit allen Polizisten der Stadt geliefert hat. Spaß hoch drei. Das soll jetzt natürlich keine Anstiftung zu irgendwelchen Verbrechen sein, aber es kann sich lohnen mal querfeldein Dinge anzugehen und nicht nach den üblichen Regeln der Branche zu spielen. Denn Unkonventionalität kann schon mal einen überzeugenden Eindruck hinterlassen. Angenommen man hält einen Vortrag und merkt, dass niemand im Konferenzraum zuhört. Wie wäre es, wenn man völlig spontan von seiner Gliederung abweicht, seinen einstudierten Text über Bord wirft und einfach mal frei Schnauze ohne Fachsimpelei die Angelegenheit in wenigen Sätzen auf den Punkt bringt. Dann sind garantiert alle wieder bei der Sache.

#Sims 2

Die Karriere der Sims funktioniert fast genau wie in der Realität. Es klingt erst mal spannend, sich am Computer einen der drei verfügbaren Jobs auszusuchen und man kann es dabei immerhin vom Wahlkampfmitarbeiter zum Senator schaffen. Zugegeben, im wahren Leben hängen Beförderungen nicht allein von den erlernten Fähigkeiten und der Anzahl der Freunde ab. Der Karrierepfad vom Postraumtechniker bis hin zum Unternehmensmagnaten ist auch eine marktliberale Fantasie. Aber dieses Gefühl, am Abend vor der eigenen Haustür zu stehen und sich zu fragen, was das für ein absurdes Nirgendwo war, in dem man die letzten Stunden verbracht hat, das ist gut getroffen. Am Ende gilt sowieso: Wenn du die richtigen Codes kennst, musst du niemals arbeiten und kannst dir trotzdem eine Villa bauen.


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