Networking & Karriere: So können Introvertierte ihre Stärken nutzen

Die Welt der Startups ist ja eine ziemlich laute. Wer nur einmal bei einem Meetup war oder auf einer After Party zu irgendeiner Konferenz abgesteppt ist, weiß, wie laut all die Selbstdarsteller-CEOs und -Gründer mit ihren Lieblingsbuzzwords Bullshit-Bingo spielen, weil sie natürlich gerade die ganze Welt disrupten. Wer sich aber die Mühe macht, auch mal die etwas abseits an ihrem Long Island schlürfenden, angeblichen Party Pooper anzusprechen, der weiß wiederum, dass auch diese eher stillen Wässerchen ordentlich tief sein können. Kurz, die Rede ist von Introvertierten.

Weil die im beruflichen Alltag oft übergangen werden, haben wir ein paar Tipps gesammelt, wie Introvertierte nicht den Anschluss verlieren und darüber hinaus zu Networking-Profis werden können.

Empathie ist King

Beim Networking denkt man natürlich sofort an jene Menschen, die mit raumfüllender Stimme die Leute in ihren Bann ziehen und auf jedem Event von einer riesigen Traube umgeben sind. Gerade bei Leuten, die nicht so aufmerksamkeitsgeil sind, löst das oft Druck aus und macht Networking daher zu einer verhassten Angelegenheit. Nun sind aber Introvertierte oft besonders empathisch und haben ein hohes Verständnis für die Bedürfnisse anderer. Beste Voraussetzungen also, um auf Dauer angelegte Beziehungen aufzubauen. Und um nichts anderes geht es doch beim Netzwerken oder nicht? Die steilen Thesen des lauten Startup-Gockels sind bald nach dem Event vergessen. An das interessante Gespräch mit dem ruhigen Typen an der Bar lässt sich hingegen auch bei der nächsten Veranstaltung, bei der man sich über den Weg läuft, wieder anknüpfen.

Quantität & Qualität

Menschen, die eher zurückhaltend sind, verlassen Veranstaltungen häufig auch früher. Klar, denn viele Menschen um einen herum können unglaublich viel Energie kosten. Daher müssen die wenigen Gespräche, die man in der begrenzten Zeit führen kann auch sitzen. Es kann helfen, zu wissen, wer wahrscheinlich vor Ort sein wird und sich über die Leute, von denen man sich etwas erhofft, zu informieren. So findet sich leichter ein Gesprächseinstieg und der Smalltalk dauert nicht allzu lang.

Fragen statt Thesen

Eine Meinung hat jeder. Und wie das so ist bei Inflation, ob nun bei Währungen oder Meinungen, sinkt der Wert davon signifikant ab. Es ist also keine Schande, wenn man ohnehin schon Probleme damit hat, sich ins Rampenlicht zu stellen und das Publikum an seinen erlauchten Thesen teilhaben zu lassen.

Wer nicht das Zentrum der Aufmerksamkeit sein will, der stellt Fragen. So baut man bei sich selbst den Druck ab, sich ständig präsentieren zu müssen und das Gegenüber fühlt sich durch das entgegengebrachte Interesse wertgeschätzt. Es gibt tolle Fragen, die zu großartigen und unerwarteten Gesprächen führen können. Fragt neue Bekanntschaften doch einmal, was sie am meisten an ihrer derzeitigen Tätigkeit begeistert. Aus den Informationen lässt sich dann oft ableiten, wie man selbst von Nutzen sein kann.

 


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