Die Testphase von “The Ocean Cleanup“ läuft & steht vor neuen Problemen

Im Sommer haben wir hier über den Start des Projekts „The Ocean Cleanup“ berichtet. Der Initiator Boyan Slat hat eine Art Meeres-Staubsauger entworfen, der Plastik aus dem Meer filtert, ohne dabei die normale Meeresvegetation zu zerstören. Hierfür werden kilometerlange Schläuche ins Meer gelassen, die auf der Unterseite ein Sieb haben und damit Müll aufsammeln können.

Diese Idee wurde als Lösung des riesigen Problems des Plastikmülls im Meer gefeiert. Wohl auch zu recht. Nach Abschluss der ersten Testphase veröffentlichte „The Ocean Cleanup“ nun dieses Video:

Demnach funktioniert das System wohl tatsächlich ganz gut. Im Pazifik vor der US-amerikanischen Küste sammelt sich der sogenannte „Great Pacific Garbage Patch“, das ist ein Teppich an Plastikmüll, der fünfmal so groß wie Deutschland ist. Damit ist es die weltweit größte Ansammlung an Plastik im Meer. Hier wird das System getestet und sammelte bisher einiges an Plastik.

Doch wie der Technology Manager Arjen Tjallema berichtet, wurde auch ein Problem festgestellt. Einiges des gesammelten Plastiks verlässt den Schlauch wieder und kommt somit zurück in das Meer, wenn die Strömung zu stark ist. Davon berichtet Ende Oktober auch Boyan Slat auf Twitter.

Im Video wird eine erste Lösung des Problems skizziert. Der U-förmige Schlauch soll am Ende weiter geöffnet werden und so schneller vom Wind vorangetrieben werden. So soll der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Strömung und Staubsauger kleiner und die Stauwirkung, die die undichten Stellen ausgelöst hatten, verringert werden.

Wenn das Problem gelöst ist und das Modell gut funktioniert, soll es reproduziert und an verschiedenen Orten der Welt aktiv werden. Hier könnt ihr es tracken.


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