Prestige-Bücherregal adieu: Endlich gibt es Weltliteratur als Buchstabensuppe

Das Bücherregal – letzte Bastion des bildungsbürgerlichen Repräsentationsgehabes. Angefasst hat die Schmöker noch niemand, sie würden ja abnutzen, und die Gäste könnten auch nicht voller Ehrfurcht die Buchrücken studieren, während man selbst noch in der Küche beschäftigt ist. Genau hier setzt die Verwertungs-Gesellschaft aka Martin Droschke, Literaturkritiker, und Oliver Heß, Grafikdesigner, an: Die haben nämlich die „Weltliteratur in Buchstabennudeln“ entworfen, um sie ihrem eigentlichen postmodernen Zweck zuzuführen, nämlich „sich Beckets „Warten auf Godot“, Homers „Odyssee“, Grass’ „Blechtrommel“ etc. in einer zeitgemäßen Form ins Wohnzimmer zu stellen – als reines Statussymbol.

Das beste dabei, die ganze Fachsimpelei kann jetzt auch gleich bei einer gediegenen Buchstabensuppe in der Küche stattfinden, statt erst später im Wohnzimmer im Schatten des Bücherregals.

 


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