Gadget für Go-Getter: Bestehst du den ultimativen Airpods-Eignungstest?

Sie hatten es nicht einfach. Sie wurden ausgelacht, nicht für voll genommen. Mittlerweile haben sie sich aber ihren Platz in der modernen Konsumwelt erkämpft: die Airpods von Apple. Wir sehen immer mehr junge, dynamische, gut gekleidete, unglaublich beschäftigt wirkende Menschen durch die Stadt laufen – mit diesen edlen kabellosen Kopfhörern in den Ohren. Und genau das ist das Ding: Es sind ganz spezielle Menschen: Highperformer, Digital-Supernatives, die diese Gadgets tragen. Deshalb machen wir hier den ultimativen Test: Gehörst du zur (Klischee-)Klientel von Apples Airpods? Erst wenn alle nachfolgenden Punkte auf dich zutreffen, hast du den Test bestanden.

Mono-Tasking ist für Underachiever

Eigentlich ist es ganz simpel: Jede oder jeder, der die Airpods in den Ohren hat, betreibt Multi-Tasking in der Höchstform. Menschen, die Airpods tragen, müssen sich auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren, um sich intellektuell beheimatet zu fühlen. Musik in den Ohren und parallel Emails beantworten. Mit Kollegen über den aktuellen Stand der KPIs telefonieren, während ihr auf eurem Smartphone den nächsten Urlaub bucht. Ihr braucht Herausforderungen. Ihr liebt Herausforderungen. Ihr seid die Herausforderung.

Du hast irgendwas mit Wirtschaft studiert

Okay, für eine Karriere bei McKinsey oder bei irgendeiner anderen sektengleichen Unternehmensberatung hat es leider nicht gereicht. Egal. Dafür erklärst du heute fünfzigjährigen Vorstandsmitgliedern wie „das Internet“ funktioniert und warum junge Menschen eher Instagram und nicht mehr den guten alten Quelle-Katalog aufschlagen. Für deine bunten Präsentationen erntest du verlässlich Applaus und Schulterklopfen. Und nicht zuletzt stimmt die Bezahlung. Deinen Erfolg und dein „Angekommensein“ in der modernen globalisierten Arbeitswelt zeigst du unter anderem augenzwinkernd durch das Tragen der edlen Airpods.

Du interessierst dich für Wertpapiere

Papa hat zwar gesagt, investiere in Immobilien, aber ihr wollt keine Traditionsbrecher sein und deshalb sucht auch hier ganz offen den Vater-Sohn- oder Vater-Tochter-Konflikt, indem ihr absichtlich etwas anderes macht. Das ist in dem Fall: Wertpapiere. Schon seit längerer Zeit studierst du fleißig einschlägige Börsenseiten. Du informierst die über die heißesten Aktien, die neuesten Trends und auf welches „Pferd“ man 2019 auf jeden Fall setzen sollte. Aber du zögert. Noch. Das Interesse für Wertpapiere ist für dich nicht zuletzt ein ausgezeichnetes Smalltalk-Thema. Wer sich für Aktienfonds interessiert, an der Börse handelt, der muss es schließlich zu irgendwas gebracht haben im Leben.

Du trägst Sneaker im Büro

Vorbei die Zeiten, in denen du das alte gute Sakko deines Vaters am ersten Arbeitstag tragen musstest. Die jungen Wilden, und dazu zählst du dich, diktieren heute die Outfits. An etwas kühleren Tagen kommst du also mit Hoddie und Jeans ins Büro. Bei wichtigen Terminen und Meetings trägst du demonstrativ weiße Sneaker zu Jeans, Hemd und Sakko (selbst gekauft, online natürlich). Sneaker wirken modern, sportlich, fit. Und ganz zufällig sind sie das perfekte Match zu den strahlend weißen Airpods in deinen Ohren. Eine perfekte Inszenierung.

Du hast das Pfadfinder-Gen

Bedauerlicherweise liegt es in der Natur der Airpods, das sie hin und wieder verloren gehen. Es vergeht kaum eine Woche, in der du nicht halbverzweifelt auf dem Parkett deiner überteuerten Einzimmerwohnung umher irrst oder im Büro auf allen Vieren durch die Gegend kriecht. Die irritierten Blicke der Kollegen sind dir egal. Du suchst immerhin deine tollen Airpods. Das Interessante ist: Dir macht das Aufspüren überhaupt nichts aus. Ganz im Gegenteil: Du hast das Verlieren und Finden, das immerwährende Gefühl die Airpods gleich zu verlieren, perfekt in deinen Alltag integriert. Jeden Tag freust du dich schon auf die nächste Suchaktion. Pfadfinder-Mindset at its best.


René Krempin

René hat irgendwas mit digitalen Medien studiert, sollte also für die Zukunft bestens gewappnet sein. Nach mehreren anderweitigen, aber misslungenen Berufsorientierungen musste er endgültig einsehen: Journalismus ist und bleibt leider geil. In seiner Freizeit verbringt er am liebsten jede Minute auf dem Bolzplatz.

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