Ein Ei ist das meistgelikte Foto auf Instagram – why tho?

Es ist ein Ei. Ein simples Ei hat einen neuen Rekord an Likes auf Instagram aufgestellt. Bisher thronte Kylie Jenner aus dem Kardashians-Clan auf Platz eins mit einem Foto zu ihrem Neugeborenen, gepostet im Februar 2018. Ausbeute: Über 18 Mio. Gefällt-mir. Und jetzt ein Ei, ein einfaches Ei, ohne Verzierung, ohne Alles. Was sagt das über den Zustand von Social Media anno 2019 aus?

Ist das alles nur ein Social-Media-Gag? Oder ein gezielter Diss gegenüber der bisherigen Insta-Queen Kylie Jenner? Offensichtlich hatte der Kontoinhaber von Anfang an nur ein Ziel: einen neuen Weltrekord an Likes aufzustellen. Am 4. Januar erblickte das Ei das Insta-Licht, nur zehn Tage später können wir vermerken: Mission accomplished. Aktueller Zwischenstand: 25 996 169 Likes (Stand: 14. Januar).

Gegenüber „Buzzfeed“ erklärte der anonyme Nutzer, der Account gehöre Henrietta, einem Huhn aus der britischen Provinz. Das Ei trage den Namen Eugene. Henrietta habe dem Alkohol entwöhnt und sei seit Januar trocken. An einem langweiligen Freitagabend stieß sie auf einen Artikel über die erfolgreichsten Posts auf Instagram – da kam ihr die Idee mit dem Ei.

Wir fassen also nochmal zusammen: Ein Huhn aus Great Britain, das gerade versucht trocken zu werden, droppt auf Instagram ein Ei namens Eugene, nur um einen neuen Weltrekord an Likes aufzustellen. Ok cool.

Ein großes Fragezeichen

Versteckt sich hinter der Aktion also mehr als nur Langeweile? Vielleicht eine gezielte satirische Provokation an die Adresse all jener, die nach grenzenloser Aufmerksamkeit und Like-Segen trachten? Es bleibt fraglich.

Klar ist: Für viele Agenturen, die sich auf Influencer Marketing spezialisiert haben, muss die Aktion etwas seltsam vorkommen. Für viel Geld bieten diese Agenturen professionelle Dienste an, um auf Social Media Reichweite zu generieren. Und jetzt kommt ein Huhn daher und legt einfach so ein Ei auf Instagram – und zack fertig: Insta-Fame.

Auch klar ist: Mit der Reichweite kommt der Ruhm. Die ersten Unternehmen sollen bereits für Kooperationen angefragt haben. Wird aus dem Hühnerstall also bald ein Warenhaus? Wir wissen es nicht. Was wir wissen: Wir verstehen Social Media anno 2019 nicht.

 


Business Punk Redaktion

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