Lust, nach Italien zu ziehen und dafür 9 000 Euro abzusahnen?

Was zu gut klingt, um wahr zu sein, ist tatsächlich der Versuch eines Bürgermeisters, seine Gemeinde vor dem Aussterben zu bewahren. Die Einwohnerzahl des idyllischen Dörfchens Locana im italienischen Piemont, nahe den Grenzen zu Frankreich und der Schweiz, ist innerhalb der letzten 100 Jahre von 7 000 auf 1 500 geschrumpft. Viele Leute sind weggezogen, hauptsächlich nach Turin, um in den Fabriken der Stadt zu arbeiten. Die Bewohner Locanas werden älter und Geburten bleiben so gut wie aus. „Jedes Jahr steht die Schule kurz davor, schließen zu müssen, weil es nicht genügend Schüler gibt“, erzählt Bürgermeister Giovanni Bruno Mattiet gegenüber CNN Travel.

Leben ins Dorf bringen

Damit sein Dorf nicht wie viele anderen Orte in Italien zur Geisterstadt wird, will er nun allen, die dauerhaft nach Locana ziehen, 9 000 Euro auszahlen. Ursprünglich war das Angebot nur für Italiener und Immigranten, die bereits in Italien wohnen, gedacht. Inzwischen gilt es aber auch für Leute, die bislang außerhalb von Italien leben. Insbesondere junge Menschen und Fachleute soll es dadurch in das Gran Paradiso Gebirgsreservat ziehen. „Es gibt dutzende geschlossene Läden, Bars, Restaurants und Boutiquen, die nur auf neue Leute warten, die sie betreiben“, meint Mattiet. Alles, was man mitbringen muss, sind ein Kind und ein Jahreseinkommen von mindestens 6 000 Euro. Und schon steht dem Traum vom Leben zwischen schneebedeckten Gipfeln und Blumenwiesen nichts mehr im Wege.


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