Social-Network-Check: So gestaltest du deine Profile arbeitgeberfreundlich

Endlich hast du die Einladung zum Bewerbungsgespräch, auf die du solange gewartet hast, in deinem E-Mail Postfach. Glückwunsch! Der erste Schritt zum neuen Job ist gemacht. Jetzt geht es an die Vorbereitung für dein Vorstellungsgespräch. Natürlich hast du dir die Firmenphilosophie schon längst durchgelesen, alle relevanten Zahlen rund um das Unternehmen herausgefunden und wie du dich im Job Interview am besten verkaufst, hast du dir eben noch auf YouTube angeschaut. Kann also gar nichts mehr schief gehen. Außer dein zukünftiger Arbeitgeber checkt deine Profile auf den sozialen Netzwerken. Dann sieht er all deine Bilder und Beiträge, die dich weder zielstrebig noch perfektionistisch darstellen, sondern einfach nur peinlich sind. Um dich davor zu bewahren, geben wir dir hier ein paar Ratschläge, wie du dein Profil arbeitgeberfreundlich gestaltest.

Google dich selbst

Auf deiner langen Karriereleiter als Influencer hast du dich auf dem Weg nach ganz oben bestimmt schon auf so einigen Online-Portalen angemeldet, von manchen weißt du selbst gar nichts mehr. Deshalb wichtig vor dem Bewerbungsgespräch: Google deinen Namen und durchforste die Suchergebnisse nach peinlichen Beiträgen auf totgeglaubten Plattformen. Alle kritischen und peinlichen Beiträge solltest du dabei löschen. Das hilft dir nicht nur den potenziellen Arbeitgeber von deiner weißen Weste zu überzeugen, sondern spart dir auch einige Peinlichkeiten, wenn Freunde von dir auf die Idee kommen, dich zu googlen.

Checke alte Beiträge

Vor du in ein Bewerbungsgespräch gehst, durchsuche unbedingt auch deine aktiven Profile auf den sozialen Netzwerken nach veralteten Beiträgen. Was du als junger Teenager super lustig fandest, wird dir in den meisten Fällen Jahre später peinlich sein. Und weil auch dein zukünftiger Vorgesetzter die Scrollfunktion seiner Maus beherrscht, solltest du dringend dafür sorgen, dass alle peinlichen Bilder und Beiträge von dir entweder bearbeitet oder einfach gleich gelöscht werden. Interessiert sich ja sowieso keiner mehr für.

Widerspreche nicht deinem Anschreiben

Diesen Punkt solltest du am Besten noch vor dem Absenden der Bewerbung beachten. Denn laut Xing und Statista informieren sich 89% der befragten Personaler auf sozialen Netzwerken über deine fachlichen Qualifikationen. Falls du dich also in deinem Anschreiben als teamfähig beschreibst, sollten deine Posts dich nicht als einsamen Kämpfer darstellen. Auch Punkte aus deinem Lebenslauf sollten – falls vorhanden – mit deinem LinkedIn oder Xing Account übereinstimmen.

Zeige deine beste Version

Soziale Netzwerke müssen nicht immer nur negativ auf deine Bewerbung zurückfallen. Richtig eingesetzt können sie dir eine echte Hilfe im Bewerbungsprozess sein. Wenn auf deinem Profil zum Beispiel gute Beiträge zu Branchenthemen zu finden sind, oder du dich in der Vergangenheit schon häufiger positiv über dein zukünftiges Unternehmen geäußert hast, kann das dein Bewerbungsschreiben unterstützen. Immerhin zeigst du dem Personaler damit, dass dein großes Interesse im Anschreiben keine stumpfe Floskel ist, und sammelst so, schon vor einem persönlichen Kennenlernen, Sympathiepunkte. Das ganze funktioniert natürlich auch umgekehrt: Solltest du in der Vergangenheit über dein zukünftiges Unternehmen öffentlich gelästert haben, stelle sicher, dass alle Beiträge dieser Art von deinen Profilen verschwunden sind.

Ändere deine Privatsphäre-Einstellungen

Last but not least: Wenn du alle vorherigen Punkte befolgt hast und dir bei manchen Beiträgen immer noch nicht sicher bist, ob diese arbeitgeberfreundlich sind, kannst du auf die Privatsphäre-Einstellungen der sozialen Netzwerke zurückgreifen. Bei Facebook kannst du dabei jeden Beitrag einzeln bearbeiten, sodass du selbst steuern kannst, welchen Post die Öffentlichkeit sehen darf und welcher nur für deine engsten Freunde bestimmt ist. Bei Instagram bleibt dir hier nur die Option, dein gesamtes Profil auf Privat zu stellen. Doch aufgepasst: Bisherige Follower können weiterhin deine Inhalte sehen. Und wer weiß schon so genau, ob sich unter den bisherigen Followern nicht auch der ein oder andere Personaler befindet.

 


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