Ikea versucht sich im Farmer-Business und baut eigenen Salat an

Hört man den Namen Ikea, denkt man automatisch an Billy-Regale und den obligatorischen Hotdog am Ende, wenn man sich durch das Möbel-Labyrinth gekämpft hat. Vielleicht gönnt sich der ein oder andere noch eine Verschnaufspause im Restaurant. Dort könnten Kunden in Malmö und Helsingborg schon bald hauseigenen lokalen Salat, made by Ikea, aufgetischt bekommen. Denn: das Unternehmen möchte einen Beitrag in Sachen Nachhaltigkeit leisten.

So funktioniert’s:

Dafür werden die Pflanzen in Containern herangezüchtet. Das Ganze hat den Charakter von Vertical Farming. Der Salat wird auf vier Ebenen in Wasser gepflanzt. Gesät wird so, dass es immer Salat zu Ernten gibt. Pestizide für den schnellen Wachstum kommen jedoch nicht zum Einsatz. Die Nährstoffe, die die Pflanzen brauchen, werden aus organischen Abfällen gewonnen – teilweise aus Essensresten aus den eigenen Restaurants. So soll der Lebensmittel-Kreislauf geschlossen werden. Der Vorteil von Indoor Farming: Es wird deutlich weniger Wasser benötigt als auf Feldern. Für die nötige Photosynthese sorgen LED-Leuchten aus erneuerbaren Energien.

Zugegeben: Da Ikea ein Möbelhaus ist, hat der selbstangebaute Salat wahrscheinlich eher einen kleinen Impact auf die Ökobilanz des Unternehmens, bedenkt man, dass die Möbel eher eine kurze Lebensdauer und lange Transportwege hinter sich haben. Allerdings bietet Ikea seit einiger Zeit an, gebrauchte Möbel abzukaufen. An Innovationen und Lösungsansätzen wird also gearbeitet. Immerhin ist das Anbauen von Lebensmitteln deutlich besser als der Einkauf. So kann nur das verbraucht werden, was die Ernte hergibt, sodass weniger Essen im Müll landet und das ist schließlich das, was zählt. Da kann auch Ikea mithelfen.


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