Realtalk: So setzt du deine Geschäftsidee in die Realität um

Du hast nach jahrelangem Ausprobieren in verschiedenen Jobs und unzähligen Selbstfindungsreisen endlich deine eigene Geschäftsidee gefunden und bist ready für dein erstes eigenes Unternehmen. Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Team um dich herum. Und ein paar Investoren, die dir das nötige Kleingeld zur Verfügung stellen. Um die zu überzeugen reichen jedoch deine Präsentationskills und ein fancy Pitch alleine nicht aus. Um Investoren an Land zu ziehen, benötigst du einen handfesten Plan, wie du deine Geschäftsidee umsetzen und in Zukunft vermarkten willst.

Denke Lösungsorientiert

Am Ende des Tages möchtest du deine Geschäftsidee, ganz egal, ob Produkt oder Dienstleistung, an deine Kunden verkaufen. Denke also von Anfang an auch aus Sicht deiner zukünftigen Kunden mit. So wird dir schnell bewusst, dass dein Produkt für jeden deiner Kunden ein individuelles Problem löst. Du verkaufst also nicht nur irgendein Produkt, sondern die Lösung für ein Problem, dass je nach Kunde variiert.

Eine Bohrmaschine wird zum Beispiel gekauft, um Bilder an eine Wand zu hängen oder aber auch um eine eigene kleine Hütte zu bauen. Du verkaufst also nicht nur eine Bohrmaschine, sondern viel mehr die Möglichkeit seinen persönlichen Lebensraum individuell zu gestalten. Wenn es um die Vermarktung deiner Geschäftsidee geht, denke also immer einen Schritt weiter, als nur an die Eigenschaften deines Produkts. Es gilt: „Your product is not THE product.“

Plane deine Vertriebswege

Der richtige Vertrieb deiner Produkte ist für ein gutes Image und den Erfolg deines Unternehmens enorm wichtig. Du solltest festlegen, über welche verschiedenen Wege dein Produkt erhältlich ist und wie die verschiedenen Vertriebskanäle gestaltet werden. Anfangs ist die wohl einfachste und kostengünstigste Lösung des Vertriebs einen Online-Shop anzubieten und auf Bestellung zu produzieren. Das minimiert Risiken. Dieser sollte jedoch genauestens geplant werden und professionell gestaltet werden, um das Image deines Unternehmens an deine Kunden vor den Bildschirmen zu vermitteln.

Ein sehr viel kostenintensiverer, dafür aber sehr direkter Vertriebsweg ist ein eigener Pop-up Store. Dabei hast du unzählige Möglichkeiten das Einkaufserlebnis deiner Kunden mit zu gestalten. Von der Musik, über die Verkäufer im Store bis hin zum Raumduft in deinem Laden kannst du alles passend zu deinem Unternehmen inszenieren und deinen Kunden damit ein einzigartiges Gefühl vermitteln. Mache dir also Gedanken darüber, wie wichtig dir die Inszenierung deines Geschäfts und der Kontakt zu deinen Kunden ist.

Was gibt es zu tun?

So banal, wie dieser Punkt auch klingt: Du solltest dir am Anfang Gedanken darüber machen, was für Aufgaben im Alltag deines Unternehmens anfallen. Wichtig dabei ist, dass du dich auf die Kernkompetenz deiner Geschäftsidee fokussierst. Aktivitäten, die zwar notwendig sind, aber nichts mit deiner Kernkompetenz zu tun haben, wie zum Beispiel das Verpacken deiner Produkte, solltest du weitestgehend vermeiden. Denn durch das Schlank halten deiner Unternehmensaktivitäten kannst du dich besser auf dein Kerngeschäft konzentrieren. Ganz getreu dem Motto: „Schuster bleib bei deinen Leisten.“

Such dir Verbündete

Um über einen langen Zeitraum dein Business erfolgreich am Laufen zu halten, benötigst du verschiedene Partner, die dir To-Dos abnehmen, die du im oberen Punkt schon aussortiert hast. Aber auch Zulieferer, die dir zuverlässig deine benötigten Rohstoffe liefern, sind unerlässlich. Darüber hinaus sind Agenturen, die für dich die grafische Arbeiten übernehmen oder Werbekampagnen planen, wichtige Partner für dein Unternehmen. Dabei solltest du im besten Fall Partner auswählen, die dir persönlich zusagen und dich über einen langen Zeitraum begleiten können, sodass ihr im Laufe der Zeit eure Zusammenarbeit aufeinander anpassen und optimieren könnt. Spreche im Vorhinein mit anderen Unternehmern, die schon mit deinen potenziellen Partnern zusammengearbeitet haben, oder suche online nach Bewertungen um einen Eindruck der Zusammenarbeit zu bekommen. Außerdem solltest du dich immer fragen, ob die Zusammenarbeit für beide Parteien eine Win-Situation darstellt. Denn nur wenn beide Partner zufrieden sind, kann deine Zusammenarbeit langfristig erfolgreich sein.

Solltest du durch diesen Artikel genug Inspiration bekommen haben, um sofort mit deiner Planung anzufangen, kannst du dir hier die Vorlage des Business Modell Canvas von dem Wirtschaftstheoretiker Alexander Osterwalder ansehen und downloaden.

 


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